© 2019, Hüttenberger Modellflieger e.V.

HMF in der Lokalen Presse

Hüttenberger Modellflieger e.V.

 

Mehr als nur fliegen

 

Fliegen ist für viele ein bereits früh gehegter Kindheitstraum, doch nur die Wenigsten werden in ihrem Leben ein Cockpit betreten oder gar selbst ein richtiges Flugzeug steuern. Die Modellfliegerei ist daher eine häufig ausgeübte Freizeitbeschäftigung, um auch ohne Flugschein die Faszination des Fliegens zu erleben. Dieser Faszination widmet sich der Hüttenberger Modellflieger e.V. nun seit über 30 Jahren. Im Jahr 1985 aus einer Jugendgruppe hervorgegangen, ist der Verein inzwischen die Heimat von 46 Modellflugfreunden aus Hüttenberg und Umgebung. Die Mitglieder betreiben hauptsächlich Frei-, Segel- und Motorflug. Mittels Handstart, Gummiseil oder Hochstartwinde werden die Flieger in die Luft befördert. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und es werden die verschiedensten Modelle genutzt. Von einfachen Gleitern, über maßstabsgetreuen Nachbauten historischer Flugzeuge, bis hin zu futuristisch anmutenden Segelfliegern mit Spannweiten von über zwei Metern. Geflogen wird dann auf Sichtweite bzw. soweit es die Funksteuerung zulässt. Je nach Gewicht und Spannweite können so beachtliche Höhen von mehreren hundert Metern erreicht werden. Doch bei 751 Metern ist Schluss, denn hier beginnt der Luftraum für die manntragenden Maschinen.

Bis heute ist die Jugendarbeit ein zentraler Bestandteil des Vereins geblieben. So engagieren sich viele Vereinsmitglieder bei Ferienspielen, im Rahmen der Ferienpassaktion der Gemeinde Hüttenberg oder in einer Schul-AG der Gesamtschule Schwingbach. Dadurch konnten zahlreiche Kinder und Jugendliche für den Modellbau, den Modellflug und den Verein begeistert werden. Aktuell zählt der Verein 13 Jugendliche zu seinen Mitgliedern, die regelmäßig an den Vereinstreffen teilnehmen. Da sich die Modellfliegerei, wie sie der Hüttenberger Verein betreibt, nicht nur um das Fliegen dreht, sondern es sich hiebei auch um ein komplexes Handwerk handelt, wird dem Nachwuchs nahegelegt zunächst ein eigenes Modell zu bauen. Als Einsteigermodell empfiehlt sich ein Flieger aus der Klasse der Freiflieger – also ein Gleiter ohne Motor und Funksteuerung. Doch auch der Bau dieser vergleichsweise einfachen Modelle, erfordert bereits einiges Geschick, viel Geduld und genaueste Präzision. Der Vereinsvorstand möchte aber an diesem Konzept festhalten und ist davon überzeugt, dass man die Modellfliegerei nur dann richtig beherrschen kann, wenn man auch das Handwerk dazu erlernt. Die notwendigen Werkzeuge stellt der Verein zur Verfügung, die auch immer wieder gerne von den erfahrenen Modellfliegern genutzt werden. Damit der Nachwuchs aber nicht die Lust verliert, können sie bereits mit etwas älteren Modellen das Fliegen üben und wissen so auch auf was beim Bau zu achten ist.

 

Der Erfahrungsaustausch und das Messen mit anderen Vereinen sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben bilden einen weiteren wichtigen Bestandteil des Hüttenberger Modellflieger e.V. Sind erstmal die ersten Flieger fertiggestellt und die ersten Flugerfahrungen gesammelt worden, steht der gemeinsamen Vorbereitung auf die unterschiedlichsten Wettbewerbe nichts mehr im Wege. Daher blickt der Hüttenberger Verein dieses Jahr mit einigem Stolz nach Kalifornien zur Freiflug-Weltmeisterschaft 2019, denn dafür hatte sich eines der Mitglieder qualifiziert. Bei diesem Wettbewerb wird die Flugzeit der selbstgebauten Flieger gewertet, die ohne Motor und ohne Fernbedienung einen Flug samt Landung absolvieren müssen.


In den vergangenen Jahren machte das Aufkommen von frei verkäuflichen Drohnen dem Verein das Leben schwer. Vorschriften und Gesetze wurden verschärft und Ressentiments geschürt. Daher legt der Hüttenberger Modellflieger e.V. großen Wert auf einen seriösen Umgang mit den Modellflugzeugen. So wird etwa der Nachwuchs gezielt geschult und es kommen ausschließlich zugelassene Modelle und Flugzeuge mit geräuscharmen Elektromotoren zur Anwendung. Auch die Flüge werden nur auf der eigens dafür gepachteten Wiese absolviert, die sich abseits von bewohntem Gebiet befindet. Die den Modellfliegern entgegengebrachten Vorwürfen, sie würden heimische Vogelarten stören oder gar vertreiben, kann der erste Vorsitzende Rüdiger Kerbach entkräften: "Wir betreiben den Modellflug im Einklang mit Flora und Fauna, sodass wir oft das Gegenteil feststellen. Nicht selten könne wir beobachten wie sich Kraniche oder ein Bussard interessiert und ohne Scheu den Modellfliegern nähern, die selbe Thermik nutzen und dann ungestört wieder davon fliegen.Wir betreiben die Modellfliegerei als ein sehr verantwortungsbewusstes und naturverbundenes Hobby“.

 

 

 

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