© 2019, Hüttenberger Modellflieger e.V.

Die JUGEND FLIEGT auf den Hüttenflieger

August 15, 2019

 

 

Zum ersten Mal hatte die Luftsportjugend des Deutschen Aero Clubs in diesem Jahr unter dem Namen „Jugend Fliegt“ ein Event auf die Beine gestellt, bei dem Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren eine Woche lang nahezu alle Facetten der Fliegerei kennenlernen und ausprobieren konnten. Dabei war die Unterhaltungspalette bunt gemischt. Angefangen von Mitflügen im Segelflugzeug und im Motorsegler sowie Fahrten im Heißluftballon und Workshops zum Bau von Ballonen, Bumerangs und Raketen bis hin zu Vorträgen über Themen der Allgemeinen Luftfahrt reichte das Angebot.

 

Insgesamt 30 Jugendliche nahmen bei der ersten Auflage von „Jugend Fliegt“ teil, manche waren bereits im Luftsport aktiv oder hatten zumindest Freunde und Bekannte welche schon Berührungspunkte mit der Luftfahrt hatten. Es waren aber auch einige völlig neu Einsteiger dabei, wobei doch aufgefallen ist das der Freundeskreis und das Elternhaus noch immer einen großen Einfluss darauf haben ob jemand den Weg in den Luftsport findet.

Wer allerdings den Weg zu Jugend fliegt gefunden hatte, dem eröffnete sich in Eisenach tatsächlich die Vielfalt der Luftfahrt. In kleinen Gruppen, mit je 4-5 Kindern, rotierten die Jugendlichen im Laufe der Woche Einmal durch alle Bastelstationen und Workshops. Dazu gehörte das Bauen eines Heißluftballons, Drohnen Fliegen oder der Bau eines Bumerangs. Zwischendurch dröhnte immer wieder vom Vorfeld der Lärm des Motorseglers, welcher entweder einen Gast in die Luft brachte, oder das Segelflugzeug mit einem Teilnehmer auf dem Copiloten-sitz in die Luft zog.

 

Highlight war aber die Bastelstation der ERIG, was für Experimental-Raumfahrt Interessengemeinschaft steht. Dort konnten die Jugendlichen unter Anleitung eine Eigene Rakete Bauen und Gestalten. Abgeschossen wurden die Modelle dann abends nach Flugbetrieb auf eine Höhe zwischen 90 und 250 Meter. Aber auch die Balsagleiter-Station, welche von Mitgliedern unseres Vereins unterstützt wurde, setzte in manchem coolem Kerl ungeahnte Akribie frei, wenn es darum ging, die Teile so genau zu bearbeiten und zu verkleben, dass der Flieger anschließend sauber und geradeaus flog. Gebaut wurde ein etwas größer Dimensionierter Wurfgleiter mit profilierter Fläche welcher auf den Namen „Hüttenberger Ferien Flieger“ hört. Das Modell wurde vor einigen Jahren von einem unserer Mitglieder speziell für die Jugendarbeit entwickelt. Haupt Anforderung dabei war ein robustes, gutmütiges Modell zu entwerfen welches ein Laie mit etwas Hilfe und wenig Werkzeug in wenigen Stunden selbst zusammenbauen kann. Deswegen hat es uns besonders gefreut, dass das Modell auch außerhalb des Vereins für Freude bei der Jugendarbeit sorgt.

 

Zum Abschluss der Woche setzten sich Modell-/ und Raketenbauer in einer Mittagspause zusammen und entwarfen spontan eine Doppelrumpf-Version Des Wurfgleiters welcher, befeuert von gleich zwei Raketentreibsätzen, dann abends über den Flugplatz geschossen werden sollte. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, so fehlte es selbst dem kleinsten Modell nicht an technischer Raffinesse. Unter dem Motto „Jugend Forscht“ wurde der Flieger mit einer Vorrichtung ausgestattet, welche die abgebrannten Treibsätze nach dem Start absprengte. Um kein unnötiges Gewicht mit zu schleppen, welches den Gleitflug verschlechtern könnte.

 

Selbst DAeC-Präsident Stefan Klett ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung in Eisenach zu besuchen. „Ich bin stolz auf die Luftsportjugend, die mit ,Jugend Fliegt‘ ein tolles Event auf die Beine gestellt hat, das Schule machen muss“, lobte er. Vor allem freue ihn, dass alle Sportfachgruppen mit Angeboten vertreten seien, und dass sich das Betreuerteam aus zehn DAeC-Landesverbänden zusammengefunden habe. „In einigen Bundesländern gibt es ähnliche Veranstaltungen unter dem Begriff AirLebnis, aber da geht es darum, Jugendliche Luftsportler in andere Sparten hineinschnuppern zu lassen. Hier soll vor allem bei Fußgängern Lust aufs Fliegen geweckt werden und das gelingt unserer Luftsportjugend toll.“

In einem sind sich alle Beteiligten einig: Der Anfang ist gemacht, eine zweite Auflage wird es geben. Wieder Anfang August und wieder auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel.

 

 

 

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